Liebe Bambusfreunde,

Ich möchte an dieser Stelle ein paar Fragen beantworten, die oft in Bezug auf Bambuspflanzen gestellt werden. Unsere Erfahrungen gelten für die klimatischen Verhältnisse Südbayerns. Hier konnten wir in den letzten zwanzig Jahren einschlägige Langzeiterfahrung mit vielen verschiedenen Arten machen. Unser Betriebsgelände liegt frei und wenig geschützt am Rande eines Gewerbegebiets, das nach Südosten ausgerichtet ist, eignet sich also sehr gut für einen allgemeinen Härtetest dieser exotischen, nicht aus unserer Klimazone stammenden Pflanzen.

WinterhärteBambusartenTipps zum KaufPflanzung und PflegeWinterschutzSchädlinge

Winterhärte

In der gesamten Bambusliteratur, in Prospekten und Broschüren vieler Bambusbetriebe geistern nach wie vor Grad-Celsius-Werte, die sich vielfach widersprechen, als Grenze für die Frosthärte von Bambus umher. Die letzten zwanzig Winter in Bayern (von beinhart bis extrem mild) haben gezeigt, dass man sich nicht 100-prozentig auf diese Werte verlassen kann.

Einzig und allein Fargesia murielae und Fargesia Jiuzhaigou mit ihren Unterarten haben gezeigt, dass sie auch ungeschützt und frei ausgepflanzt die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Bei den verschiedenen Phyllostachys, Sasa, Pleioblastus und sonstigen Arten aber hat sich da ein  anderes Bild ergeben.

Winter

schlimm

Winterschaden harmlos

harmlos

Knospenanlage

Knospenanlage

Nur etwa zehn Arten haben sich auch an nicht besonders gut geschützten Standorten als hart genug erwiesen. Mit Blattschäden aber muss bei sehr lange anhaltendem Frost oder kürzere Episoden mit Temperaturen um die minus 18 Grad Celsius, gleichzeitiger Trockenheit, Sonneneinstrahlung und Wind trotzdem gerechnet werden. Die robusteren Knospenanlagen überleben meist und gleichen den Verlust im Frühjahr schnell wieder aus.

Einen echten Bambusfan wird das trotzdem nicht davon abhalten, mit diversen Schutzmaßnahmen und ausgeklügelter Standortwahl auch empfindlichere Arten in seinem Garten zu halten. Der normale Gartenbesitzer aber möchte eine Pflanze, die sich nicht jeden dritten Winter in eine Produktionsstätte vertrockneter Rankstützen für Tomaten verwandelt, in der Hoffnung, dass bis Ende Mai vielleicht doch noch etwas nachtreibt.

In Gartencentern und Baumschulen werden leider oft für Südbayern kaum geeignete Arten, wie Phyllostachys aurea, Ph. nigra und Pseudosasa japonica verkauft. Die oft in warmen Ländern (Italien, Spanien, Portugal) herangezogenen, von hohen Wintertemperaturen verwöhnten Pflanzen überstehen die erste kalte Jahreszeit oft nur mit schweren Schäden, da ihnen nur sehr kurze Zeit für eine Anpassung an unser Klima bleibt.
Die Konsequenz für die Besitzer von offenen, nicht windgeschützten und südseitig ausgerichteten Gärten heißt daher, dass sie nur unter wenigen geeigneten Arten, wie Fargesia murielae, F. nitida, Phyllostachys bissetii,  Ph. a. harbin inversa, Ph. aureosulcata spectabilis und noch ein paar anderen, auswählen kann. Wer nur wenig Platz hat (weniger als ein bis zwei Quadratmeter), ist auf Fargesien (unschlagbar in ihrer Winterhärte) angewiesen.

Oder Sie haben ein gut geschütztes Plätzchen mit 3 bis 5 Quadratmetern, vielleicht sogar einen Innenhof, und möchten unter einem lauschigen Bambushain sitzen? Dann werden Auswahl und Formenreichtum wesentlich größer.
Vor allem die großen  Phyllostachysarten erfreuen durch ihr exotisches Aussehen, wunderschöne Halmfarben und einem für unsere Breiten fast unglaublichen Tageswachstum von 30 bis 40 cm ihren Besitzer.
So viel zum Thema Winterhärte (in Bayern). Und glauben Sie nicht jedem Hochglanzprospekt oder Artikel irgendeiner Gartenzeitschrift, der wieder einmal die neuen absolut winterharten Bambusarten vorstellt. Was in der Rheinischen Tiefebene oder am Bodensee gelingt, ist unter unseren klimatischen Bedingungen oft nicht zu realisieren. Fragen Sie bei uns an, und Sie erhalten eine realistische Antwort.

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Bambusarten

An die 150 Arten und Sorten werden mittlerweile im europäischen Gartenhandel angeboten, und jedes Jahr kommen neue hinzu. Für Liebhaber und Sammler ist das eine wahre Fundgrube zum Experimentieren. Wer dann auch noch in einer Gegend lebt, die mit milden Wintern gesegnet ist, und einen großen Garten sein eigen nennt, der kann sich so richtig am Bambus austoben.
Aber:  Von all diesen Arten und Sorten eignen sich für den südbayerischen Raum und viele andere klimatisch ähnliche Landstriche in Deutschland nur 10 bis 15, wenn man härtere Maßstäbe anlegt, wie für andere wintergrüne Pflanzen auch. Das genügt unseres Erachtens vollkommen, da die von uns angebotenen Arten in Wuchs und Form sehr unterschiedlich sind und auch vom Laien noch gut zu unterscheiden sind.

Die Konsequenz daraus für uns ist, unser Sortiment zu reduzieren.

Keine Sorge, für Liebhaber, Jäger und Sammler oder Leute mit sehr geschützten Standorten haben wir immer noch genügend Raritäten. Unser Schwerpunkt liegt bei neuen, in den letzten  Jahren aus China eingeführten Fargesien, die in verschiedenen Naturparks und Schutzgebieten von Botanikern in unterschiedlichen Höhenlagen gesammelt wurden. Selektierte Sämlinge aus diesen Funden bilden einen neuen Stamm von Fargesien, der robuster und wüchsiger ist als die alte Art.

Bambus in Bayern

Was bleibt also für den Gartenbesitzer in Bayern an Auswahl übrig?
Die gute alte Fargesia murielae, deren Blüte nun endlich vorbei ist, mausert sich mit ihren selektierten Sämlingen aus China, deren Variationen sich in neuen Sortennamen ausdrücken, wieder zu dem Bambus, der er in den letzten fünfzig Jahren war. Sehr winterhart, meist auch wintergrün und unproblematisch; als Hecke, Windschutz oder Solitär passt er in jeden Garten und erfreut seinen Besitzer mit fast asketischen Grundbedürfnissen. Das Gleiche galt für Fargesia Jiuzhaigou mit ihren Untersorten am halbschattigen oder schattigen Standort. Fargesien bilden keine Ausläufer, eignen sich also gut für eine Pflanzung an der Grundstücksgrenze oder in kleineren Gärten.

Die großen Phyllostachys-Arten sind da schon ein bisschen anspruchsvoller. Mit einer Höhe zwischen vier und sieben Metern brauchen sie relativ viel Platz. Drei bis sechs Quadratmeter sind langfristig mindestens nötig, um eine gute Entwicklung zu ermöglichen. Auch bei den härteren Arten ist ein leidlich geschützter Platz vonnöten. In schlimmen Wintern ist mit teilweisem Blattverlust zu rechnen. Viele zeichnen sich durch starkes Wurzelwachstum aus, welches durch vernünftige Standortwahl und Rhizomsperren eingeengt werden sollte.

Wurzelausläufer von Phyllostachys rubromarginata

Im Lauf der Jahre müssen auch Nährstoffe in Form von organischen Stoffen (Kompost) neu zugeführt werden, die dem Boden entzogen wurden. Auch eine Zuführung von Stickstoff (Mineralischer Rasendünger mit längerer Wirkungsdauer oder Hornspäne)  im Frühjahr ist für gutes Wachstum ratsam. Wer diese Hinweise beachtet, wird sich der Faszination und Fremdartigkeit dieser großen Bambusarten nur schwer entziehen können.

Wenn man sich längere Zeit mit den verschiedenen Bambusarten abgibt, lernt man auch, etwas Geduld zu üben mit einer Pflanze, die nicht aus unseren Breiten kommt und trotzdem durch ihre Zähigkeit und Anpassungsfähigkeit den Weg auf den europäischen Kontinent gefunden hat.
Wer einmal unter seinem eigenen kleinen Bambushain im Schatten auf einer Bank gesessen hat, das leise Rauschen der Blätter im Ohr und das sanfte Wiegen der Halme vor Augen, der wird sich nicht mehr davon trennen wollen.

Ein Massenbambus aber, wie Fargesia murielae, ist Phyllostachys nicht, auch wenn es gerade in den letzten Jahren nach der Blüte und dem Absterben obiger Art so propagiert wurde. Er ist weder ein Ersatz, noch hat er große Ähnlichkeit, wenn er einmal erwachsen neben ihr steht.
Gerade diese schönsten aller Bambusarten, auch mit ihren Einschränkungen, belohnen ihren Besitzer mit einer exotischen Ausstrahlung, die man sonst nur bei wenigen Pflanzen findet.

Kleinere Bambusarten

Gerade die kleineren oder sogar zwergwüchsigen Bambusarten stellen eine große Gruppe innerhalb ihrer Gattung dar. Viele davon sind zwar hart, aber oft nur vom Wurzelstock her; das Blattwerk nimmt im Winter meist Schaden, sodass im Frühjahr oft zurückgeschnitten werden muss. Das wäre kein großes Handicap, weil sie schnell wieder durchtreiben. Das eklatantere Problem ist ihr Ausbreitungsdrang. Mit vielen langen und dünnen Rhizomen, die sich durch jede Ritze ausbreiten, sollten sie nicht zu anderen Pflanzen gesetzt werden, die in Konkurrenz zu ihnen stehen und mit einer Rhizomsperre an zu starker Ausbreitung gehindert werden. Deshalb haben wir auf wenige Arten reduziert, deren Wachstum sich einigermaßen in Grenzen hält, deren Wert aber sich durch mehrfarbiges Blatt oder besonders schönen Wuchs dennoch erklärt.
Auch die mittel hohen Arten,  wie Hibanobambusa, Sasa und  Pleioblastus spielen keine sehr große Rolle bei der Bepflanzung unserer Gärten, werden aber am rechten Standort doch immer wieder gern verwendet. Wer aber so gar keinen Platz für Bambus hat oder ihn einfach nicht mag, für den bieten sich große Gräser als Alternative an.

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Tipps zum Kauf

Bei Fargesien können Sie keine großen Fehler in der Auswahl begehen, wenn das äußere Bild der Pflanze stimmt und der Wurzelballen gut durchwachsen ist. Wichtig ist, dass es sich um selektierte Typen mit eingetragenem Sortennamen handelt.

Phyllostachys  und andere Arten geben leider manchmal Anlass zu herber Kritik. Dafür kann der Händler oft nichts, weil er vom Zulieferer aus Südeuropäischen Ländern mit von hohen Temperaturen verwöhnten und oft zu klein getopften (spart Transportkosten) Pflanzen beliefert wurde. Die werden zwar  preiswert angeboten und verkauft, aber Sie dürfen sich nicht über Ausfälle in härteren Wintern und mangelnden Zuwachs im nächsten Frühjahr wundern. Ein zweites Manko sind oft die für unser Klima angebotenen falschen Arten. Phyllostachys nigra, aurea oder Pseudosasa japonica sind eben Bambusarten, die in Bayern nicht so ohne weiteres frei in die Landschaft gepflanzt werden dürfen. Leider werden sie aber immer wieder von Gartencentern und anderen Verkaufsbetrieben ohne diesen Hinweis angeboten.
Aus diesem Grund halten wir Phyllostachys – Jungpflanzen zur Abhärtung ein bis zwei Jahre im Betrieb, überwintern bei -5 bis -8 Grad im Treibhaus (viel mehr halten sie im ungeschützten Kübel auf Dauer nicht aus) und topfen jährlich in geräumigere Container um. Der Erfolg daraus ist die höhere Winterhärte im Pflanzjahr und wesentlich besserer Austrieb im Frühsommer. Das daraus resultierende positive Kundenecho gibt uns den Ansporn, so weiterzumachen.

Die wichtigsten Punkte, die beim Kauf von Phyllostachys zu beachten sind

  • Schauen Sie sich das Plätzchen, an dem Sie den Bambus pflanzen wollen, genau an.
  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit?
  • Schätzen Sie den Standort ab: gut geschützt oder völlig frei?
  • In welche Himmelsrichtung schaut Ihr Garten?
  • Wie stark ist die direkte Sonneneinstrahlung in der Zeit von Dezember bis Ende Februar?
  • Können Wurzelausläufer ins Nachbargrundstück hinüber wachsen?
  • Wie viel Platz hat die Pflanze zur Verfügung?
  • Pfeift der Wind völlig ungehindert durchs Grundstück?

Mit diesem Wissen machen Sie sich auf ins nächste Gartencenter oder  in einen Baumarkt und lassen sich  beraten, welche Art bei Ihnen wohl die richtige wäre. Dabei werden Sie schnell feststellen, dass die meisten Verkäufer sich zwar Mühe geben, aber im Wesentlichen meist auch nicht viel mehr wissen als Sie. Sollten Sie bei uns vorbei schauen, so ist Ihnen ein eingehendes Beratungsgespräch sicher. Schauen Sie sich die gewählte Pflanze vor dem Kauf genau an!
Neutriebe sollten überwiegen; das sehen Sie an der frischeren und leuchtenderen Halmfarbe. Alte Halme haben oft einen stumpfen Braun- oder Grünton, auch die Beblätterung ist bei überständigen Pflanzen oft schütter und fleckig. Steht ein Dreimeter-Bambus im 15-Liter-Container und platzt schon fast der Kunststoffkübel? Dann nehmen Sie Abstand vom Kauf und suchen sie sich eine gut durchwurzelte Jungpflanze; die ist wesentlich vitaler und wächst im Endeffekt schneller.
Wenn Sie weitere Fragen zum Thema haben, helfen wir ihnen gerne per Telefon weiter. Am informativsten aber ist ein Besuch bei uns, denn da sieht man, worüber man redet.

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Pflanzung und Pflege

Horstbildende (nicht Ausläufer treibende) Arten, das sind alle Fargesia - Arten

Das Pflanzloch ca. 40 cm tief und etwa 20 cm breiter, als der Plastiktopf im Durchmesser ist, ausheben. Die Erde sollte humusreich und gut wasserdurchlässig sein. Die Pflanze nicht tiefer setzen, sondern bodeneben, so wie sie im Topf sitzt, eingraben und gut wässern.

Bei schweren, lehmigen Böden für guten Wasserabzug sorgen und eventuell eine Drainage aus Kies oder ähnlichem Material in einer Tiefe von  ca. 50 cm etwa zehn Zentimeter hoch einbringen, um Staunässe im Wurzelbereich zu verhindern. Solche Böden durch Zugabe von Humus und Sand verbessern.

Auf  Staunässe, besonders während der Einwurzelungsphase (ca. 4 bis 6 Monate) reagieren Fargesien mit faulenden Wurzelballen, was meist den schnellen Tod der Pflanze bedeutet.

Deshalb sollte auch nur gegossen werden, wenn die Pflanze morgens, abends oder bei kühler Witterung ihre Blätter sichtbar einrollt.
Bei echter Trockenheit soll durchdringend und reichlich Wasser gegeben werden. Um sicher zu gehen, ab und zu  mit den Fingern prüfen, ob der Boden in 5 Zentimetern Tiefe feucht ist.

Das Einrollen der Blätter bei Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder im Winter und Frühjahr bei frostigen Böden ist ein normaler Schutzmechanismus der Fargesie vor zu starker Verdunstung und bedeutet keinen Wassermangel!

Ausläufer treibende Arten, wie Phyllostachys, Pseudosasa, Hibanobambusa etc.

Für all diese Arten gelten die gleiche Kriterien, wie schon oben erwähnt, allerdings bedeutet hier ein Einrollen der Blätter in jedem Fall echten Wassermangel. Es darf in seltenen Fällen auch im Winter, bei nicht gefrorenen Böden und warmer Witterung gegossen werden. Das typische Rollen bei starkem Frost ist auch hier normal.

Eine Eigenschaft dieser Arten ist ihr starker Ausbreitungsdrang durch lange Ausläufer. Es müssen unbedingt Wurzelsperren etwa 60 cm in den Boden eingebracht werden, um späteren Ärger zu verhindern. Phyllostachysarten benötigen mindestens 3 bis 5 Quadratmeter Fläche, um sich gut zu entwickeln.

Düngung von Bambuspflanzen

Bambus sollte nicht sofort gedüngt werden, aber eine Erdbeimischung mit garem Kompost, etwas Torf oder Gärtnererde bei der Pflanzung liebt er sehr. Zu vermeiden sind sehr stark kalkhaltige (basische) Böden mit pH-Werten über 8,0 während der Einwuchszeit.  In den Folgejahren kann man mit organischem Dünger, wie Stallmist, Kompost oder käuflichen Produkten Nährstoffvorrat fürs nächste Jahr eingebracht werden (oberflächlich verteilen). Im Frühjahr kann Drei-Monats-Rasendünger gegeben werden oder andere langsam wirkende, Stickstoff  betonte Dünger. Vorsicht bei schnell löslichen Mineraldüngern, wie Blaukorn. Bei zu starker Überdüngung wird der Wurzelstock durch Bodenversalzung geschädigt.

Schnitt von Bambus

Nach  ca. drei Jahren des Wachstums sollten im Frühjahr vor allem bei Phyllostachysarten immer wieder alte (über drei Jahre) und unansehnliche, dünne Halme herausgeschnitten werden. Dies fördert den Austrieb von neuen, dickeren Halmen und  er sieht nach der Auslichtung auch wesentlich besser aus.

Fargesien dürfen Sie im Herbst oder Frühjahr, vor allen Dingen bei Hecken, auch kräftig in Form schneiden, um sie kompakt zu halten. Wer es etwas weniger radikal mag, benützt die Gartenschere und entfernt nur das, was ihn stört.

Bodendeckende und halbhohe Bambusarten können nach schweren Blatt und Halmschäden im Frühjahr radikal zurück geschnitten werden, das Laub ist ohnehin meist dürr und so wird ein kräftiger, dichter Neuaustrieb gefördert. Düngen im Anschluss nicht vergessen!

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Winterschutz

Der Beste Winterschutz für Ihre Pflanzen sind die richtige Auswahl von Standort und Bambusart. Fargesien sind dabei mit Abstand die härtesten und benötigen keine besonderen Vorkehrungen.
Phyllostachysarten brauchen etwas mehr  Beachtung bei der Standortwahl.  Wenig Sonne und Wind im Winter, jedoch möglichst viel Licht im Sommer (West oder Südwestlagen). In bebautem Gebiet übernimmt im Winter oft das gegenüber liegende oder seitlich stehende Nachbarhaus bei Sonnen-Schrägstand die Schattierungsaufgabe. Wenn dabei keine groben Fehler gemacht wurden, kann auch in kalten Wintern nur wenig passieren. Laubschäden wachsen sich schnell wieder aus. Um aber gerade in der etwas heikleren  Anwuchszeit und bei nicht so idealen Verhältnissen zu helfen, mulchen Sie ihre Pflanzen etwa 20 cm hoch mit Laub oder ähnlichem Material an und gießen sie in frostfreien Perioden. Auch eine Schattierung mit einem Kunststoffnetz nutzt sehr gut, besonders bei Jungpflanzen im ersten Standjahr.

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Schädlinge

Insektenschädlinge sind in Bayern an Freilandpflanzen auf Grund relativ harter Winter kaum zu beobachten. Wühlmäuse allerdings können Ihrem Bambus und auch den übrigen Gartenpflanzen schwer zusetzen, denn sie fressen die unterirdischen Rhizome und Wurzeln ab und zerstören so den Wurzelstock. Die Bekämpfung erfolgt mit Giftködern und Fallen.

In geschützten Lagen, Innenräumen und Wintergärten sieht die Sache anders aus. Bambuslaus, Wolllaus und die Bambusspinnmilbe, importiert aus den Ursprungsländern, breiten sich vor allem in Südeuropa unter warmen Bedingungen immer mehr aus und sind dort ein echtes Problem. Da viele der eingeführten Pflanzen von dort auch zu uns geliefert werden, kommen die Schädlinge immer wieder von neuem in den mitteleuropäischen Handel.

Bambusspinnmilben

Bambusspinnmilben mit Gespinst

Ihre Bekämpfung mit Spritzmitteln ist zwar nicht sehr schwierig, aber es steht zu befürchten, dass sie sich bei immer wärmer werdenden Wintern an unser Klima anpassen und auf Dauer im Freiland überleben, wo ihre Bekämpfung wesentlich aufwendiger wird. Es ist auch noch nicht geklärt, ob sie von natürlichen Nützlingen klein gehalten werden können.

Dies ist auch ein Grund für uns, in Zukunft alle Phyllostachysarten auf unserem Betriebsgelände zu produzieren. Unsere Fargesien kommen aus Norddeutschland und haben diese Problematik sowieso nicht.

Wenn Sie Probleme mit Schädlingen  an Ihren Bambuspflanzen haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir helfen Ihnen gerne.

Sollten noch Fragen offen sein, so erreichen Sie uns unter: Festnetz:  089/96201060
Handy 0171/5287900 oder E-Mail  info@bambus-muenchen.de

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